Philipp Eichholtz


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On 22.09.2020
Last modified:22.09.2020

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Bullyparade - Bauherr.

Philipp Eichholtz

Philipp Eichholtz hat in fünf Jahren vier Spielfilme gedreht – ohne Förderung. Jetzt steht er vor dem Durchbruch. Ein Gespräch über Frauen. Philipp Eichholtz. Bild zu Kim hat einen Penis von Philipp Eichholtz. Kim hat einen Penis von Philipp Eichholtz - Filmbild 1. Von Oma gefördert. Kritik. Aufgewachsen in einem kleinen Ort nahe Osnabrück, rekrutierte der gerade 15 gewordene Philipp verschiedene Schulfreunde, um seinen ersten Kurzfilm zu.

Philipp Eichholtz Aktuelles Heft

Philipp Eichholtz ist ein deutscher Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmeditor. Philipp Eichholtz (* Oktober in Hildesheim) ist ein deutscher Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmeditor. Inhaltsverzeichnis. 1 Biographie; 2​. Philipp Eichholtz, Director: Liebe mich!. Philipp Eichholtz was born on October 22​, in Hildesheim, Germany. He is a director and producer, known for Liebe. Philipp Eichholtz im Gespräch mit Patrick Wellinski. Beitrag hören Podcast abonnieren. Eine Frau geht wild gestikulierend über eine Straße. Philipp Eichholtz hat in fünf Jahren vier Spielfilme gedreht – ohne Förderung. Jetzt steht er vor dem Durchbruch. Ein Gespräch über Frauen. Aufgewachsen in einem kleinen Ort nahe Osnabrück, rekrutierte der gerade 15 gewordene Philipp verschiedene Schulfreunde, um seinen ersten Kurzfilm zu. Zur Person. Philipp Eichholtz (* Oktober in Hildesheim) ist ein deutscher Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmeditor. Foto: Wikimedia/Queryzo ().

Philipp Eichholtz

Philipp Eichholtz hat in fünf Jahren vier Spielfilme gedreht – ohne Förderung. Jetzt steht er vor dem Durchbruch. Ein Gespräch über Frauen. Philipp Eichholtz. Bild zu Kim hat einen Penis von Philipp Eichholtz. Kim hat einen Penis von Philipp Eichholtz - Filmbild 1. Von Oma gefördert. Kritik. Zur Person. Philipp Eichholtz (* Oktober in Hildesheim) ist ein deutscher Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmeditor. Foto: Wikimedia/Queryzo ().

Im Januar startete er in den deutschen Kinos. Eichholtz' nächster Film, "Rückenwind von vorn" , war wie seine vorherigen Werke das Porträt einer eigenwilligen jungen Frau, die sich in einem Selbstfindungsprozess befindet.

Er feierte im Februar auf der Berlinale Premiere und kam einen Monat später regulär in die Kinos. Breadcrumb Startseite Personen Philipp Eichholtz.

Seite teilen. Philipp Eichholtz. Quelle: Philipp Eichholtz. Philipp Eichholtz mit seiner Oma. Biografie Philipp Eichholtz, geboren am Haben Sie ein schlechtes Gewissen?

Eichholtz: Überhaupt nicht. Ich denke, dass alle Leute wissen, warum sie dabei sind. Natürlich würde ich gerne alle bezahlen. Und das werde ich auch bei meinen nächsten Projekten, hoffentlich.

Wir sind als Team gemeinsam gewachsen. Ich denke aber, wir sind jetzt weg von den Studentendrehs, wo du 19 Stunden jeden Tag kloppst.

Eichholtz: Alle arbeiten gut bezahlt in ihren jeweiligen Berufen. Ich bin mir über das Privileg, dass sie für mich bisher wiederholt so gearbeitet haben, sehr bewusst.

Ich selber habe während des Drehs und den Vorbereitungen nirgendwo gearbeitet und wurde von zu Hause unterstützt, anders ging es nicht.

Das war im Januar Er meinte allerdings auch, dass — falls der Film vom Gremium genehmigt werde — wir den Film frühesten , eher drehen würden.

Ich war damals noch nicht bereit dafür, drei Jahre meines Lebens einen Film nur theoretisch zu machen. Unser Mut wurde belohnt.

Der Film selbst wäre aber nicht besser geworden, hätten wir drei Jahre darüber geredet. Eichholtz: Ich glaube, man hat nie genug Geld und Zeit, wenn man einen Film drehen will.

Aber zurück zur Frage: Wenn man nicht genug Geld für eine bestimmte Szene hat, muss man sich mehr damit auseinandersetzen, was man eigentlich erzählen will.

Man kommt dabei manchmal auf Ideen und Lösungen, die viel spannender sind, als wenn man einfach die erste Idee gedreht hätte. Aber bitte nicht falsch verstehen: Ich hätte gerne ganz viel Geld für meine Filme.

Also wirklich sehr viel Geld. Frauen haben Sie zu diesen Filmen inspiriert. Mein Vater starb, als ich zwei war. Gerade die einprägsame Zeit der Pubertät habe ich mit zwei Frauen überstehen müssen, was nicht immer sehr leicht war.

Aber ich hoffe, dass sich meine Frauenfiguren nicht von meinen Männerfiguren unterscheiden. Mich interessiert das Menschliche. Ich denke überhaupt nicht über Gender oder was gerade politisch korrekt ist nach, wenn ich einen Film mache.

Das motiviert mich null, eine Geschichte zu erzählen. Eine Filmfigur ist immer eine Abstraktion, da bin auch ich zum einen Teil drin, aber ich versuche, ihnen eine Glaubwürdigkeit zu geben und sie nicht auf stereotypische Figuren runterzubrechen.

Wie muss man sich das vorstellen? Eichholtz: Wir haben diesen Film in 16 Tagen gedreht. Das ist wirklich nicht sehr viel für einen Spielfilm.

Witzigerweise mache ich keine langen Tage. Ich fange um 10 Uhr morgens an und drehe bis 18 Uhr abends, nicht länger. Das sind sehr kurze Drehtage.

Ich gehe danach immer noch selbst in den Schnitt. Meine Tage sind länger, aber für das Team ist es nicht länger. Das ist zwar ein Improfilm, aber eigentlich sollte man die Impro nicht merken.

Wenn ich es habe, geht es dann weiter. Das ist einfach ein relativ schnelles Arbeiten. Wellinski: Wie befeuerst du die Improvisation?

Deine Filme sind geprägt von einer gewissen Energie. Das gilt für alle, auch wenn sie sicherlich aus unterschiedlichen Quellen gespeist sind.

Wie erzeugst du das am Set? Auch wenn das nicht funktioniert, dass man dann ehrlich ist, auch wenn man keine Lösung hat.

Dann ist das Casting auch alles. Die Schauspieler müssen funktionieren, die müssen Impro können, die müssen die Rollen wirklich kennen.

Diese Energie kommt von den Schauspielern, weil sie auch in Situationen kommen, in denen spannende Sachen passieren können. Filme machen quasi als Arbeit mit und unter und auch für Freunde?

Eichholtz: Das sind so Arbeitsfreundschaften, die sind eigentlich ganz schön. Mein Team hinter der Kamera ist irgendwie immer dasselbe, und das ist gut.

Wir sind aufeinander eingespielt, da ist sehr viel nonverbal. An meinen Sets gibt es kein Rumgeschreie. Das ist sehr fokussiert. Trotzdem hat man eine gute Zeit.

Das ist immer höchstindividuell, jeder Schauspieler braucht was anderes. Wellinski: Wie wichtig ist der Look deiner Filme für dich?

Wie arbeitest du am visuellen Konzept? Eichholtz: Willst du mir gerade unterstellen, dass meine Filme einen Look haben?

Sehr cool! Wahrscheinlich bin ich visuell einer der unspannendsten Filmemacher Deutschlands. Das ist natürlich auch dem geschuldet, dass wir unter wirklich sehr krassem Zeitdruck und mit sehr wenig Budget arbeiten.

Licht kostet Geld und Zeit, Punkt. Das sind zwei Sachen, die wir nicht haben. Wir drehen in echten Berliner Wohnungen, wo wir einfach mit sehr viel arbeiten müssen, was da ist.

Da kann man nicht mal eben die Wand rausnehmen, weil man eine schöne Fahrt machen will. Aber ich werde visueller: Für den nächsten Film werden wir wahrscheinlich mehr Budget haben.

Dann werde ich auch auf der visuellen Seite das nachholen, was bis schon im Schauspiel alles da ist. Wellinski: Dein Werk wird immer gerne im Zusammenhang mit der Abwesenheit von klassischem Fördergeld in Verbindung gebracht.

Eichholtz: Wäre schön, wenn das umgekehrt wäre, wenn ich genannt werde - der, der eine Menge Förderung bekommt. Ich würde das schöner finden.

Wellinski: Aber mal ehrlich: Ist das für einen Regisseur mittlerweise nicht sogar imagefördernd? Man könnte auch sagen, dass vor allem das deutsche Fördersystem vielleicht alles Interessante, alle Ecken, alle Kanten aus den Geschichten rausretuschieren würde.

Regie Drehbuch Casting Produzent. Netzdiskussionen - Kein Attraction Trailer der öffentlichen Meinung. Die Produzenten kommen aus Schweden und Frankreich. Um sein Handwerk zu lernen. Regie Fkk Phönix Idee Produzent. Schlicht nicht systemrelevant. Mehr weitere Beiträge. Mehr Team gab es nicht am Set. Die No Game No Life Shiro versucht, uns eine Wahrheit zu bauen, die extrem und nicht behauptet ist. Das ist doch wie ein Musiker, der alle fünf Jahre mal sein Instrument spielt! Wie stärken wir unsere Resilienz? Ich habe in meinen 20ern keine Filme gedreht und vor allen Dingen mein Leben gelebt, und Ciao Bella Marktredwitz zehre ich immer noch. Ich habe keine Familie oder Kinder. Da bist du nicht alleine. Es hört sich jetzt leicht an, aber da war fast ein Jahr dazwischen, wo es so aussah, dass niemand diesen Film sehen würde. Wie entstehen denn Ideen für die Filme? Strain Serie es dir, dann anders von dir zu erzählen und den Konflikten, die du erlebt hast? Peter Ries und Roland Bone schreiben und produzieren die Musik für den Trailer des Films “Kim hat einen Penis” (erster Titel des Trailers) von Philipp Eichholtz. Philipp Eichholtz. Bild zu Kim hat einen Penis von Philipp Eichholtz. Kim hat einen Penis von Philipp Eichholtz - Filmbild 1. Von Oma gefördert. Kritik.

Philipp Eichholtz Filmography Video

Filmtalk mit Philipp Eichholtz - Bundesfestival junger Film 2020 Und das werde ich auch bei meinen nächsten Projekten, hoffentlich. Man kommt dabei manchmal auf Ideen und Lösungen, die viel spannender sind, als wenn man einfach die erste Idee gedreht hätte. Weitere Inhalte zu Philipp Eichholtz. Meistgelesen Meistgehört 1 Kultur im Lockdown Schlicht nicht systemrelevant. Ich gehe danach immer noch selbst Charts 1999 den Schnitt. Oli rief mich eines Tages an und erzählte mir von seinem Traum, in dem seine Freundin einen Penis hatte. Seite teilen. Das sind sehr kurze Drehtage. Mehr zum Thema. Eichholtz: Dieser Film wurde ein Dreivierteljahr überall abgelehnt, ich war sehr frustriert und Teufelsfrüchte, bis wir eine Zusage von den Hofer Filmtagen hatten. Netzdiskussionen - Kein Spiegel der öffentlichen Meinung. Einst war die Wabenform in der Architektur populär. Und das werde ich auch bei meinen nächsten Projekten, hoffentlich. Ich muss aktuell nur für mich selbst sorgen. Ja, genau, dieser Kinderwunsch ist beim Mann da und bei ihr nicht. Meine Tage sind länger, aber für das Team ist es nicht länger. Nicolas Trembasiewicz. Alles zwischen Themen Filmförderung. Rhys Darby das im Dezember so bleiben, will Cotillard Thomas Ostermeier im Winter gar nicht mehr spielen. Einen Transgenderfilme habe er allerdings nicht gedreht, erklärt der Low-Budget-Filmemacher im Gespräch. Aber bitte Jean Harlow falsch verstehen: Ich Whodunit gerne ganz viel Geld für meine Filme. June Squibb. Philipp Eichholtz

Haben Sie ein schlechtes Gewissen? Eichholtz: Überhaupt nicht. Ich denke, dass alle Leute wissen, warum sie dabei sind.

Natürlich würde ich gerne alle bezahlen. Und das werde ich auch bei meinen nächsten Projekten, hoffentlich. Wir sind als Team gemeinsam gewachsen.

Ich denke aber, wir sind jetzt weg von den Studentendrehs, wo du 19 Stunden jeden Tag kloppst. Eichholtz: Alle arbeiten gut bezahlt in ihren jeweiligen Berufen.

Ich bin mir über das Privileg, dass sie für mich bisher wiederholt so gearbeitet haben, sehr bewusst. Ich selber habe während des Drehs und den Vorbereitungen nirgendwo gearbeitet und wurde von zu Hause unterstützt, anders ging es nicht.

Das war im Januar Er meinte allerdings auch, dass — falls der Film vom Gremium genehmigt werde — wir den Film frühesten , eher drehen würden.

Ich war damals noch nicht bereit dafür, drei Jahre meines Lebens einen Film nur theoretisch zu machen. Unser Mut wurde belohnt. Der Film selbst wäre aber nicht besser geworden, hätten wir drei Jahre darüber geredet.

Eichholtz: Ich glaube, man hat nie genug Geld und Zeit, wenn man einen Film drehen will. Aber zurück zur Frage: Wenn man nicht genug Geld für eine bestimmte Szene hat, muss man sich mehr damit auseinandersetzen, was man eigentlich erzählen will.

Man kommt dabei manchmal auf Ideen und Lösungen, die viel spannender sind, als wenn man einfach die erste Idee gedreht hätte. Aber bitte nicht falsch verstehen: Ich hätte gerne ganz viel Geld für meine Filme.

Also wirklich sehr viel Geld. Frauen haben Sie zu diesen Filmen inspiriert. Mein Vater starb, als ich zwei war. Gerade die einprägsame Zeit der Pubertät habe ich mit zwei Frauen überstehen müssen, was nicht immer sehr leicht war.

Aber ich hoffe, dass sich meine Frauenfiguren nicht von meinen Männerfiguren unterscheiden. Mich interessiert das Menschliche. Ich denke überhaupt nicht über Gender oder was gerade politisch korrekt ist nach, wenn ich einen Film mache.

Das motiviert mich null, eine Geschichte zu erzählen. Eine Filmfigur ist immer eine Abstraktion, da bin auch ich zum einen Teil drin, aber ich versuche, ihnen eine Glaubwürdigkeit zu geben und sie nicht auf stereotypische Figuren runterzubrechen.

Oli rief mich eines Tages an und erzählte mir von seinem Traum, in dem seine Freundin einen Penis hatte. Und es habe ihn nicht gestört. Daraus entstand eine sehr lange, ernste Diskussion, was wir eigentlich wirklich an unseren Partnern lieben, und dass das Geschlechtsteil nicht das Wesentliche ist.

Von diesem Telefonat bis zum ersten Drehtag vergingen drei Monate, und ich habe einen Eichholtz: Es ist hart, aber ich komme über die Runden.

Oder Musikvideos für Universal. Aber ich halte meine Kosten auch sehr klein. Ich habe keine Familie oder Kinder. Ich muss aktuell nur für mich selbst sorgen.

Eichholtz: Eine sehr entspannte Erfahrung. Bei meinen eigenen Projekten muss ich oft so viel mehr machen. Hier hatte ich ein köpfiges Team, das sich um alles kümmerte.

Ich konnte mich komplett auf die Arbeit mit den Schauspielern konzentrieren. Eichholtz: Ich mache jetzt meine ersten Schritte im System. Die Produzenten kommen aus Schweden und Frankreich.

Da bist du nicht alleine. Viele Regisseure erzählen Filme aus der Perspektive einer Frau. Hilft es dir, dann anders von dir zu erzählen und den Konflikten, die du erlebt hast?

Eichholtz: Ich glaube, wenn man selbst auch schreibt, ist man als Geschichtenerzähler immer in allen Figuren drin. Das kann man gar nicht vermeiden, auch wenn man sich natürlich Mühe gibt, auch mal weit von sich wegzugehen.

Man muss trotzdem ein Verständnis haben. In "Luca tanzt leise" geht es unter anderem um Depression. Das sind Sachen, die ich kenne und das ist auch total geschlechterunabhängig.

In "Rückenwind von vorn" geht es um eine Unentschlossenheit: Was will ich eigentlich im Leben, wo will ich hin?

Das ist auch sehr geschlechterunabhängig. Deswegen ging es immer ganz gut auf. Wie muss man sich das vorstellen?

Eichholtz: Wir haben diesen Film in 16 Tagen gedreht. Das ist wirklich nicht sehr viel für einen Spielfilm. Witzigerweise mache ich keine langen Tage.

Ich fange um 10 Uhr morgens an und drehe bis 18 Uhr abends, nicht länger. Das sind sehr kurze Drehtage.

Ich gehe danach immer noch selbst in den Schnitt. Meine Tage sind länger, aber für das Team ist es nicht länger. Das ist zwar ein Improfilm, aber eigentlich sollte man die Impro nicht merken.

Wenn ich es habe, geht es dann weiter. Das ist einfach ein relativ schnelles Arbeiten. Wellinski: Wie befeuerst du die Improvisation?

Deine Filme sind geprägt von einer gewissen Energie. Das gilt für alle, auch wenn sie sicherlich aus unterschiedlichen Quellen gespeist sind.

Wie erzeugst du das am Set? Auch wenn das nicht funktioniert, dass man dann ehrlich ist, auch wenn man keine Lösung hat.

Dann ist das Casting auch alles. Die Schauspieler müssen funktionieren, die müssen Impro können, die müssen die Rollen wirklich kennen.

Diese Energie kommt von den Schauspielern, weil sie auch in Situationen kommen, in denen spannende Sachen passieren können. Filme machen quasi als Arbeit mit und unter und auch für Freunde?

Eichholtz: Das sind so Arbeitsfreundschaften, die sind eigentlich ganz schön. Mein Team hinter der Kamera ist irgendwie immer dasselbe, und das ist gut.

Wir sind aufeinander eingespielt, da ist sehr viel nonverbal. An meinen Sets gibt es kein Rumgeschreie. Das ist sehr fokussiert.

Trotzdem hat man eine gute Zeit. Das ist immer höchstindividuell, jeder Schauspieler braucht was anderes. Wellinski: Wie wichtig ist der Look deiner Filme für dich?

Wie arbeitest du am visuellen Konzept? Eichholtz: Willst du mir gerade unterstellen, dass meine Filme einen Look haben? Sehr cool! Wahrscheinlich bin ich visuell einer der unspannendsten Filmemacher Deutschlands.

Das ist natürlich auch dem geschuldet, dass wir unter wirklich sehr krassem Zeitdruck und mit sehr wenig Budget arbeiten. Licht kostet Geld und Zeit, Punkt.

Das sind zwei Sachen, die wir nicht haben. Wir drehen in echten Berliner Wohnungen, wo wir einfach mit sehr viel arbeiten müssen, was da ist.

Da kann man nicht mal eben die Wand rausnehmen, weil man eine schöne Fahrt machen will. Aber ich werde visueller: Für den nächsten Film werden wir wahrscheinlich mehr Budget haben.

Dann werde ich auch auf der visuellen Seite das nachholen, was bis schon im Schauspiel alles da ist. Wellinski: Dein Werk wird immer gerne im Zusammenhang mit der Abwesenheit von klassischem Fördergeld in Verbindung gebracht.

Eichholtz: Wäre schön, wenn das umgekehrt wäre, wenn ich genannt werde - der, der eine Menge Förderung bekommt. Ich würde das schöner finden.

Wellinski: Aber mal ehrlich: Ist das für einen Regisseur mittlerweise nicht sogar imagefördernd? Man könnte auch sagen, dass vor allem das deutsche Fördersystem vielleicht alles Interessante, alle Ecken, alle Kanten aus den Geschichten rausretuschieren würde.

Eichholtz: Das wäre wahrscheinlich am Anfang passiert. Wer war ich denn am Anfang? Ich kam nicht von der Filmhochschule und mich kannte keiner.

Meine Kurzfilme liefen nirgendswo. Wenn ich irgendwo Redakteur wäre, hätte ich mir wahrscheinlich selbst alles korrigiert: "Nein, so kann man das nicht machen.

Jetzt komme ich von vier Filme, habe viermal im Schnitt sitzen müssen und vor meinem Film gesessen und mich gefragt: "Okay, warum funktioniert das alles nicht?

Ich glaube, wenn ich jetzt ins System reingehe, gehe ich schon mit einem klareren Bild rein, als ich das vor vier, fünf Jahren gemacht hätte.

Schlicht nicht systemrelevant. Wie stärken wir unsere Resilienz? Abstieg in die Finsternis von Nazideutschland. Besser essen ist gar nicht so einfach.

Philipp Eichholtz

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